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Bio-Backwaren unter der Lupe

30.10.2015 16:10

In einem Test im Auftrag des WDR waren Bio-Brote und Backwaren frei von Glyphosat-Rückständen – bei konventioneller Ware, war das Gegenteil der Fall. Nur Arsen-Spuren fanden die Tester im Reis.

Glyphosat ist bei den Verbrauchern ein aktuelles Thema - dies zum Anlass, schickte der Westdeutsche Rundfunk 20 Mehrkornbrote/ brötchen ins Labor, darunter 4 Bio-Produkte. Die Backbord Kornliebe bei Alnatura, das Brotzeit Mehrkornbrot bei Basic, der Bollheimer Keimling der Mühlenbäcker Zippl sowie die Bio-Mehrkornbrötchen bei Rewe waren frei von Glyphosat. Im Gegensatz dazu konnte man das Herbizid in fast dreiviertel der Mehrkornprodukte aus konventionellem Getreide nachweisen. "Allerdings nur in geringen Mengen, die gesetzlichen Grenzwerte wurden eingehalten", so der WDR. Überwiegend befanden sich die Werte bei 0,02 bis 0,03 mg/kg. Für Roggen und Weizen liegen die Grenzwerte bei10 mg/kg.

Der Wirkstoff gelangt in das Getreide, da die Pflanzen im Herbst damit besprüht werden. Die Körner reifen dadurch gleichzeitig ab und die Ernte wird erleichtert. Bereits seit langem fordern Umweltverbände, ein Verbot für dieses Sikkation genannte Verfahren.

In der Vergangenheit haben Arsenfunde in Reis sowie Reiswaffeln die Bio-Branche aufgeschreckt. So fand der WDR in Lima Reiswaffeln 0,2 mg/kg. In den Alnatura Reiswaffeln war anorganisches Arsen nicht nachzuweisen. Bei den übrigen Waffeln lagen die Werte dazwischen. In allen getesteten Reisproben konnten Gehalte zwischen 0,07 bis 0,17 mg/kg nachgewiesen werden. 0,09 mg/kg wies der Davert Thaibonnet Naturreis (einziges Bioprodukt) auf.

In Boden und Wasser besteht ein natürliches Arsenvorkommen, in einigen Gebieten Asiens auch in höheren Konzentrationen. Im Juni diesen Jahres hat die EU Grenzwerte für Arsen in Reis erlassen, die 2016 in Kraft treten. Dann liegen die Höchstwerte für geschliffenen, weißen Reis (nicht parboiled) bei 0,20 mg/kg. Für parboiled Reis und geschälten Reis (Vollkornreis)0,25 mg/kg. Reiskekse, Reiswaffeln, Reiskräcker sowie Reiskuchen dürfen 0,30 mg/kg nicht überschreiten. Der Grenzwert für Reis, aus dem Lebensmitteln für Säuglinge oder Kleinkinder hergestellt werden liegt bei 0,10 mg/kg.

Der WDR betonte, dass diese Werte von den getesteten Produkten nicht überschritten worden seien.


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