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Bio Kaugummi - Erdöl nein Danke!

29.03.2015 14:57

In der heutigen Zeit bestimmen Werte wie Nachhaltigkeit und Fairness die Einstellung zur Ernährung. Da ist es nur logisch, auch den Kaugummi einmal näher unter die Lupe zu nehmen und Alternativen zu finden.

In aller Regel sind sie nervig - gedankenlos ausgespuckte Kaugummis. Ob hineinsetzen, noch das klebrige Gefühl unter der Schuhsohle sind nicht gerade so prickelnd. So ist die Idee eines Londoner Street-Art-Künstlers, die Kaugummireste auf Straßen und Plätzen zu bemalen eine kreative Warnfunktion. Ein Ende vom Kaugummikauen ist nicht in Sicht. Deshalb muss man das Problem wohl anderes anpacken.

Bereits seit dem Altertum wird das Harz der Mastix Pistazienbäume auf der griechischen Insel Chios für ganz unterschiedliche Dinge gewonnen. Der Grundstoff wird im arabischen Raum für Kaugummi genutzt. Überwiegend besteht der Kaugummi heute aber auf Erdölbasis. Den Grundstoffen werden zusätzlich Zucker, Aromen, Füllstoffen sowie Weichmachern zugesetzt. Wirklich appetitlich hört sich das nicht an, wird trotz alle dem jeden Tag millionenfach benutzt.

Die Wirkung des Kaugummikauens orientiert sich auch nicht an den Inhaltsstoffen, vielmehr an der positiven Wirkung auf die Blutversorgung des Kopfes. Mittels der ständigen Kaubewegungen wird die Durchblutung angekurbelt, was der Sauerstoffzufuhr des Gehirns zugute kommt. Zusätzlich werden die Nerven im Kopf- und Mundraum sensibilisiert, was wiederum beruhigt und die Leistung fördert. Doch nicht nur eine Unsitte - dieses permanente Kaugummi kauen.

Ständig ist man auf der Suche nach Alternativen für die Ernährung. Bio, vegetarisch oder vegan sind hier nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, sich nach eigenen Maßstäben sinnvoll zu ernähren. Da fällt auch der Kaugummi in den Blickpunkt. Hierfür wurde auf der Grünen Woche ein neuer Trend beworben, der im Grunde ein sehr alter ist. Schon die Maya hatten zu ihrer Zeit eine gummiartige Substanz, auf der sie herumkauten. Diese basierte auf Chicle, dem Milchsaft der Breiapfelbaum-Früchte. In Asien wird der Baum, der nur in tropischen Gebieten richtig gut gedeiht, seit langer Zeit kommerziell angebaut. Kooperativen handeln den alternativen Kaugummi weltweit und fair.

Für Ernährungsbewusste gewiss eine Option, da der Kaugummi nicht nur zu 100 % aus natürlichen Rohstoffen besteht, sondern auch aus 100 % ökologischen Anbau stammt. Folglich ist er für eine vegetarische als auch für eine vegane Ernährung geeignet. Umweltbewusste müssten daran ebenso Gefallen finden. Denn der Regenwald wird auf diese Weise erhalten und wieder aufgeforstet. Zudem ist der Kaugummi komplett biologisch abbaubar. Was Straßen, Plätze, Bänke und Schuhe schützt.


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