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Bio-Mythos

16.03.2015 19:26

Bio ist in aller Munde - Bio-Läden sprießen wie Pilze aus dem Boden, Discounter stocken ihr Sortiment um eine eigene Bio-Linien auf. Da fragt man sich, sind die, die Bio-Produkte kaufen, automatisch Umweltschützer und Besser-Esser? Lebt man deshalb gesünder?

Stiftung Warentest stellte schon 2010 fest, dass Bio-Obst und Bio-Gemüse weder gesünder noch aromatischer ist, als vergleichbare Produkte aus konventionellem Anbau. Eine aktuellere Studie der Universität Stanford bestätigt dies. Es konnten keine nennenswerten Vorteil von Bio-Lebensmitteln gegenüber konventionellen Waren festgestellt werden. Dies betraf sowohl den Nährstoffgehalt, die Belastung mit Pestiziden als auch das Auftreten gesundheitsschädlicher Pilze und Bakterien.

Nichts desto trotz gibt es eine rießige Bio-Fangemeinde, die ausschließlich Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau verarbeitet. Hierbei ist der Grundgedanke des ökologischen Anbaus vom geschlossenen und natürlichen Kreislauf zwischen Natur, Mensch und Tier absolut positiv zu bewerten.

Hier einige Mythen der reinen Bio-Landwirtschaft. Erster Mythos: Bio-Lebensmittel sind gesünder! Es gibt einige Studien, die eine Verbindung zwischen Öko-Produkten und mehr Nährstoffen sowie Vitaminen aufzeigen, jedoch gibt es mindestens genauso viele, die das widerlegen. Bis heute gibt es keinen eindeutigen Beweis, dass "Bio" gleichzeitig "gesünder" bedeutet. Allerdings schneiden Bio-Lebensmittel bei der Pestizid-Belastung in der Regel deutlich besser ab.

Zweiter Mythos: Bio-Erzeugnise sind transparent! Das stimmt nicht ganz. Aktuell existieren mehrere unterschiedliche Siegel, unter anderem das deutsche- sowie das europäische Bio-Siegel, das Bioland- und Naturlandsiegel, Demeter und und und und. Etwas verwirrend - für die einzelnen Siegel gelten jeweils verschiedene Richtlinien. Aufpassen sollte man bei eigens verliehenen Siegeln, da die Grenzen (Bio oder nicht) sehr dehnbar sind, erfüllen einige Bio-Siegel nicht, was sie versprechen. So können Verbraucher absichtlich hinters Licht geführt werden. Dann reicht zum Beispiel ein einziger Bestandteil aus Bio-Produktion, um das Endprodukt als "Bio" zu verkaufen. Doch das erfüllt oftmals nicht die Kriterien der Konsumenten, die ein Bio-Produkt auswählen.


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