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Bio gegen Burger und Co.

14.04.2015 17:35

Frisch gegrillte Burger aus regionalen Zutaten und eine coole Location sind ihr Aushängeschild - die neuen Burgerbratereien breiten sich in den Städten aus. Bereits in 10 NRW-Städten gibt es über 60 Alternativen zu den gängigen Fast-Food-Ketten. So sind es beispielsweise in Köln und Düsseldorf ein gutes Dutzend, Dortmund, Münster und Bonn folgen – wer hier Lust auf einen Hamburger hat, muss längst nicht mehr zu McDonald’s oder Burger King gehen. Ganz gleich ob Westfalen oder Rheinland - eins haben sie gemeinsam - sie nutzen regionale und/oder Bio-Zutaten für ihre Burger und grenzen sich durch einen eigenen Stil von den Burger-Ketten ab. Individualität, die ihren Preis hat.

Die Speisekarten von über 60 Burgerläden in 10 NRW-Städten wurden durch den WDR beleuchtet und die Cheesburgerpreise verglichen. Dabei kam ein Durchschnittspreis von um die 7,50 Euro heraus. Die teuersten Burger findet man in Burger-Restaurants, die gezielt auf "Gourmet-Burger" setzen. Nicht selten findet man da Trüffel zwischen den selbstgebackenen Brotscheiben. Der Spitzenreiter: ein Gänseleber-Burger begleitet von einem Glas Süßwein für 24,50 Euro. Solche Luxus-Burger wurden im Preisvergleich nicht berücksichtigt.

Es wurden Cheeseburger ausgewählt deren Gewicht der Fleischscheiben im Burger zwischen 120 und 200 Gramm lag. Diese Cheeseburger lassen sich am ehesten mit dem Whopper (Burger King) oder dem Royal TS (McDonald’s) vergleichen. Deren Preise liegen bei 4,19 Euro (Whopper) und 3,99 Euro (Royal TS). Der Preisunterschied zwischen Kette und Bio-Braterei ist demnach rießig – was die Lust auf Burger jedoch nicht mindert. Allerdings wird die Lust immer mehr dort gestillt, wo es zum Fast Food auch die regionalen Bio-Produkte gibt. Während die kleinen Burgerbratereien boomen, gehen die Umsatzzahlen bei den Branchengrößen McDonald’s und Burger King zurück. Neben der neuen Konkurrenz sind wohl auch Imageschäden durch Berichterstattungen über schlechte Arbeitsbedingungen ein Grund.

Für sich genommen ist keiner der neuen Läden eine Gefahr für die bestehenden Burger-Ketten. In den USA haben alternative Burger- Läden bereits einen 5-prozentigen Marktanteil. Soweit ist es in Deutschland noch nicht. "Hans im Glück", das bisher größte Franchise-Unternehmen, hat bundesweit 32 Filialen. Jedoch ist der Weg bis zu den großen Ketten noch lang. McDonalds besitzt bundesweit knapp 1.500 Filialen.


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