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Bio oder Öko - was steckt in "schwarzer" Kosmetik?

05.01.2016 16:16

Nach Grün folgt Schwarz - der neue Trend in der Kosmetikindustrie. Wahre Wunder sollen Kohle und Vulkanstein in Zahncremes, Peelings, Masken oder Reinigern vollbringen. ÖKO-TEST wollte diesem Wunder einmal auf den Zahn fühlen und ließ 15 Produkte im Labor testen. Das Fazit - Beweise für die Wirksamkeit gibt es keine, zudem stecken problematische Komponenten in etlichen Kosmetik-Produkten. Bekanntermaßen bindet die tiefschwarze Aktivkohle zuverlässig Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt, oder kommt als Filtermaterial in Belüftungs- oder Wasseraufbereitungsanlagen zum Einsatz. Nun möchte sich ihrer bewährten Wirkweise auch die Kosmetikbranche zunutze machen und setzt sie als Inhaltsstoff in Masken & Co. für eine porentiefe Reinigung ein. Die Wunderzutat soll neben Ablagerungen und Talg auch Gerüche binden. Doch etwas Skepsis ist hier angebracht. Denn der Test schwarzer Kosmetik zeigt, dass keiner der Hersteller Wirksamkeitsstudien vorlegen kann, welche die speziellen Wirkversprechen, die in der Produktbeschreibung stehen, mit fassbaren Messdaten belegen. Ebenso konnten die wenigsten Produkte bei der Laboruntersuchung überzeugen. So wurden beispielsweise in über der Hälfte, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gefunden. Einige von diesen sind nachweislich krebserregend, andere stehen unter dringendem Krebsverdacht. Sie entstehen bei Verbrennungsprozessen wie z.B. bei der Kohlegewinnung. Laut EU-Kosmetikverordnung sind PAK wie Naphtalin verboten. Exakt dieser Schadstoff ist jedoch teilweise zu mehreren Hundert Mikrogramm in den Kosmetika zu finden.

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