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Der Bio-Siegel-Code

20.07.2015 00:00

Natur pur - von wegen! Wie viel Öko steckt aber wirklich drin? So entschlüsselt man den Bio-Siegel-Code Mittlerweile hat jeder Discounter sein eigenes Bio-Label - kryptische Zahlen-Kombinationen stehen unter dem Siegel doch kaum einer blickt da durch. Die Angaben auf den Lebensmittelpackungen verwirren nur. Da heißt es - den Bio-Code richtig entschlüsseln.

Bio boomt noch immer. Längst bieten auch Aldi, Netto und Co. eigene Bio-Linien an. Schaut man sich beispielsweise Reiswaffeln, Teeschachteln oder Säfte genauer an, findet außer dem EU-Siegel für Bio-Qualität eine Zahlen-Buchstaben-Folge wie z.B. DE-ÖKO-001, DE-ÖKO-022 oder DE-ÖKO-012. Doch was steckt dahinter?

Vorverpackte Biolebensmittel mit dem EU-Bio-Logo müssen seit 2012 diese Codes tragen. „Die Kontrollstellen sind unabhängige Institute, die im Auftrag des Staates diese Siegel vergeben“, erklärt D. Krehl vom Verbraucherschutz Bayern. Die Zahlen-Buchstaben-Kombination unter dem Öko-Label informiert darüber, welche Stelle die Ware kontrolliert hat. Darunter findet man die Herkunftsbezeichnung in einer der 3 Möglichkeiten: EU-Landwirtschaft, Nicht-EU-Landwirtschaft, EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft.

Hier die Entschlüsselung des Bio-Codes: Zuerst stehen die Buchstaben für den Mitgliedsstaat der EU, in der die Kontrollstelle zugelassen ist. Demnach steht das DE für Deutschland, BE für Belgien, AT für Österreich. Danach folgt eine Bezeichnung in 3 Buchstaben wie bio, öko, org oder eko, die verdeutlicht, dass es sich hier um ökologische Produktion dreht. Festgelegt wird diese durch die Kommission oder Mitgliedstaat. Anschließend steht dann die Kennziffer der Kontrollstelle oder Kontrollbehörde. Die Kontrollstelle kann auch darüber informieren, woher die Zutaten stammen. Besteht Zweifel an der Qualität eines Lebensmittels, kann man sich an die Lebensmittelüberwachungsstelle wenden.

Die Qualitätsaussage des Bio-Codes über ein Lebensmittels: Was die einzelnen Codes betrifft, „darf es keine Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Nummern oder Ländern geben“, so D. Krehl. Denn überall sind die Standards die selben. Das hat auch für die Nicht-EU-Produkte Gültigkeit, die genauso "bio" sind wie EU-Lebensmittel. Hinzu kommt hier natürlich der Nachhaltigkeitsaspekt. So sei ein Bio-Honig aus Mexiko logischerweise weniger umweltfreundlich als der Regionale. Schließlich muss der erst einmal eingeflogen werden.

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