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Deutlich weniger Pestizidrückstände auf Bio-Obst und Gemüse

14.01.2016 18:56

Bio gegen Konventionell - wesentlich mehr Pestizidrückstände auf normalem Gemüse als auf Bio-Gemüse, bei konventionellem Obst ist der Belastungsfaktor sogar noch höher, so Untersuchungsergebnisse.

Eine Testreihe für die Grünen-Bundestagsfraktion hat dramatische Unterschiede bei der Pestizid-Belastung zwischen konventionell und biologisch produzierten Lebensmitteln festgestellt. So seien auf konventionellem Gemüse 31-mal mehr Rückstände zu finden, bei normalem Obst sei die Belastung sogar 347-mal höher, heißt es in der Studie (stützt sich auf Daten der Lebensmittelkontrolle von 2011-2013).

In der Studie wurden die Kontrollergebnisse von 37 Obst-/Gemüsesorten gegenübergestellt. Alle Proben, bei denen Grenzwerte überschritten waren oder der Verdacht darauf bestand, wurden von vornherein nicht miteinbezogen. Ebenso wurden Belastungswerte für Wirkstoffe wie Kupfer oder Bromid, welche natürlich vorkommen, nicht einbezogen.

Je nach Sorte schwankt der Faktor der Mehrbelastungen gravierend. Kiwis, beispielsweise aus konventionellem Anbau wiesen einen 3049-mal höheren Pestizidgehalt als Bio-Konkurrenzware auf. Diese waren damit auch für den insgesamt hohen Durchschnittsunterschied bei Obst verantwortlich. Die Belastung bei Äpfeln unterschied sich um den Faktor 42, bei Bananen um 98 und bei Tiefkühl-Himbeeren um den Faktor 10. Der extrem hohe Belastungsfaktor bei normelen Kiwis war der Studie zufolge, auf den Einsatz eines pilzhemmenden Wirkstoffs zurückzuführen.

Bei Gemüsen waren konventionelle Kartoffeln 225-mal mehr mit Pestiziden belastet als Bio-Kartoffeln. Der Unterschied bei Kopfsalat betrug das 44-fache, bei Zucchini das 65-fache und das 11-fache bei Tomaten, Basilikum sowie Tiefkühl-Erbsen.

Die Studie zeigt auf, dass die Resultate der amtlichen Tests zufolge rund 95% aller untersuchten Bio-Lebensmittel weniger als 0,01 mg Pestizide pro Kg enthielten und als Babynahrung geeignet gewesen seien. Was bei konventionellen Produkten meist nicht der Fall gewesen sei.

Die Verwendung von Pestiziden ist in der Bio-Landwirtschaft durch Gesetzesregelungen sowie Vorgaben von Herstellervereinigungen größtenteils untersagt. Im Wesentlichen ging die Pestizid-Belastung von Bio-Lebensmitteln der Studie zufolge auf die Kontamination mit Altlasten oder ungewollte Pestizid-Ausbreitung (durch Wind) zurück.

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