• 06725 30 70 820 von 09.00Uhr - 15.00Uhr

Die Fisch-App

09.02.2015 18:41

Welcher Fisch darf auf den Teller? Es herrscht Unsicherheit bei vielen Verbrauchern, welcher Fisch man guten Gewissens essen darf. Außerdem ist Fisch aus nachhaltigem Fang schwer zu bekommen. Dies hat sich Greenpeace zum Anlass genommen und eine Ratgeber-App entworfen, welche 110 Fischsorten beurteilt, Infos über Bestände sowie Fangmethoden gibt.

Zudem empfiehlt die App, welcher Fisch nach Ansicht von Greenpeace die richtige Wahl ist und von welchen man besser die Finger lassen sollte. Unterschieden wird zwischen Wildfang und Aquakultur.

Wichtigster Bewertungfaktor ist, ob eine Fischart in ihrem Bestand bedroht ist. Allerdings spielen auch Umweltauswirkungen der Fang- oder Aquakulturmethode eine wichtige Rolle. "Fisch ist eine Delikatesse. Essen Sie seltener und bewusster Fisch", so eine Greenpeace-Meeresexpertin. "Wer sich genau informiert, findet noch eine Auswahl, die auf den Teller darf.“

Greenpeace rät vom Kauf von folgenden Fischsorten ab: Aal, Makrele, Seezunge, Rotbarsch sowie Steinbeißer. Auch Alaska-Seelachs aus Wildfang sei nicht empfehlenswert. Dieser Fisch gehört zu den beliebtesten in den Supermärkten und wird oftmals zu Fischstäbchen verarbeitet.

Seit Jahren gilt als einziger Fisch, dessen Bestand nicht überfischt oder erschöpft ist, der Karpfen. Auch Hering, Thunfisch und Kabeljau wird von Greenpeace empfohlen (vorausgesetzt es wird ökologisch nachhaltig gefischt). Außerdem zeigt die Fisch-App auf, welche Kennzeichnung ein Produkt haben muss, um als nachhaltig zu gelten. Nach Auffassung von Greenpeace haben alle gängigen Siegel für vermeintlich umweltschonend gefangenen Fisch (MSC, ASC, FOTS) Schwächen. Oftmals fehlt eine vollständige Kennzeichnung. Greenpeace berücksichtigt beim Fischfang auf See neben dem Bestand und Fischereimanagement auch die Umweltauswirkungen der Fangmethode. In der Aquakultur spielen die Setzlingsherkunft sowie das Futter und die Einhaltung von Menschenrechten eine Rolle.

Neben der Suchfunktion bietet die App auch Hintergrundinformationen zur Fischerei. Die App kann gratis für iOS- und Android-Geräte heruntergeladen werden und ist auch ohne Internet-Verbindung funktionsfähig.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.