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Emulgatoren - nicht in Bio Lebensmittel

26.02.2015 18:17

Keine gute Mixtur - ob Pudding, Margarine oder Schokolade – für eine homogene, schaumige oder sämige Beschaffenheit werden bei der Lebnsmittelherstellung oftmals Emulgatoren verwendet. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass es zumindest bei Mäusen aufgrund der Zusatzstoffe zu Darmentzündungen und Fettleibigkeit kommt.

Gießt man Wasser in Öl - passiert nichts - die Flüssigkeiten verbinden sich nicht. Einzig Emulgatoren schaffen es, dass sich nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten verbinden. Die geschmacksneutralen Stoffe sind in der Lebenmittelherstellung ein übliches Hilfsmittel, um beispielsweise das Fett in der Margarine gleichmäßig zu verteilen.

Mediziner der Georgia State University in Atlanta fanden nun heraus, das 2 Emulgatoren bei Mäusen Darmentzündungen auslösen (berichtet das Fachmagazin "Nature"). Schon eine kleine Menge Carboxymethylcellulose und Polysorbat 80 löse bei Mäusen Fettleibigkeit sowie Darmentzündungen aus. Hintergrund: Die Emulgatoren würden die Darmbakterien verändern, so die Forscher. Die Veränderung der Darmflora wiederum begünstige dann die Entzündungen.

Mäuse jedoch sind wegen ihrer Genetik extrem anfällig für diese Krankheiten. Weshalb es fraglich ist, ob sich die Emulgatoren (als E466 und E433 gekennzeichnet) auch auf den Menschen nachteilig auswirken. Doch die Wissenschafftler halten es für wahrscheinlich.

Verbraucher die diese Bindemittel meiden wollen, sollten auf Bioprodukte umsteigen, denn nach der EU-Ökoverordnung sind diese Stoffe verboten. Die meisten Biolebensmittel kommen ganz ohne Emulgatoren aus. Lediglich Lecithin E322 wird regelmäßig in der Biobranche eingesetzt.

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