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Grüne Weihnachten

04.12.2015 17:00

Zig Millionen geschlagener Tannenbäume, Geschenkpapier-Müllberge, Strom verschlingende Lichterketten - Weihnachten kann (auch) eine Umweltsünde sein. Doch das Fest der Liebe kann "grüner" gefeiert werden.

Knapp 30 Mio. Tannenäume schmücken über Weihnachten die Wohnzimmer in Deutschland. Allerdings sind die meisten von ihnen nicht so grün wie sie scheinen. Fast 80 % der Bäume sind in Monokulturen gezüchtet und kräftig gespritzt und gedüngt worden. Die Edel-oder Nordmanntannen haben sogar teilweise eine Europareise (z.B. aus Skandinavien) hinter sich.

Für eine umweltfreundliche Feier, holt man sich lieber ein Stück Natur aus der Umgebung ins Wohnzimmer. Fichten oder Kiefern findet man im Wald vor der Haustür. Der örtliche Förster ist hier der Ansprechpartner; unter anderem werden auch Bäume angeboten, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt werden. Eine weitere Alternative ist ein Weihnachtsbaum aus ökologischem Anbau. Eine Tanne mit dem Naturland-/Bioland-Siegel oder dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) kann man ganz ohne Bedenken kaufen. Eine Anbieter-Liste von Öko-Weihnachtsbäumen (nach Bundesländern) hat der Umweltschutzverband Robin Wood zusammengestellt.

Auch ein Plastikbaum mag auf den ersten Blick umweltfreundlich erscheinen, da er jedes Jahr wiederverwendet werden kann. Doch früher oder später wird auch die PVC-Tanne unansehnlich und wandert auf den Müll. Hingegen ist eine Fichte aus dem heimischen Wald biologisch abbaubar.

Die Umwelt lässt sich auch beim Baumschmuck schonen. Anstelle von Lametta und Plastikkugeln kann man alles verwenden, was aus der Natur kommt, wie beispielsweise Sterne aus Stroh, Figuren aus Wachs, getrocknete Orangenscheiben und Zimtstangen. Auch Stoffbänder sind eine umweltfreundliche Zierde, die wiederverwendet werden können. Schneeflocken lassen sich prima aus Watte basteln, die um einiges umweltverträglicher sind als Kunstschnee aus der Sprühdose. Und schmückt man seinen Baum mit Äpfeln, Nüssen und Plätzchen, dann kann man ihn nach alter Sitte so lange plündern bis vom Weihnachtsschmuck nichts mehr übrig ist.

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