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Ist Bio-Ware aus dem Ausland wirklich Bio?

07.03.2015 13:25

Bio-Importe aus dem Ausland - zahlreiche Verbraucher fragen sich ob man sich darauf verlassen, dass Bioware aus dem Ausland auch wirklich Bio ist!

Ein berächtigter Gedanke - das Europäische Ausland zumindest muss sich an die EU-Richtlinien halten. Trägt die Ware das Bio-Siegel und den Kontrollstellen-Code, ist Verlass drauf, dass die Produkte im Erzeugerland nach den EU-Richtlinien hergestellt wurden. Mittels einem Zertifikat oder einem Kontrollbericht müssen die Importeure beweisen, dass es echte Bioware ist. Zahlreiche Kontrollstellen überprüfen das. Bei Mißachtung oder Betrugsversuchen dürfen die Lebensmittel nicht verkauft werden und der Importeur wird wegen Betruges belangt.

Kritik gibt es dennoch. So schaden beispielsweise Neuseeländische Bio-Äpfel, die im Winter einmal um die Welt fliegen, dem Klima. Ebenso fraglich ist der Nutzen bei Bioprodukten aus dem europäischen Ausland, aufgrund der langen Transportwege. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Studien (beziehen sich jedoch auf konventionelle Lebensmittel) besagen, dass in einigen Fällen ein längerer Transport klimafreundlicher ist als die Erzeugung außerhalb der Saison. Zum Beispiel schadet der hohe Energieverbrauch, der notwendig ist, Salat im Winter in deutschen Gewächshaus zu züchten, dem Klima mehr als die Einfuhr aus Spanien.

Ob es allerdings sinnig ist, Obst oder Gemüse, welches in der Saison auch bei uns wächst, über weit Entfernungen zu transportieren, ist fragwürdig und widerspricht der Bio-Philosophie. Verbraucher die die Umwelt schonen wollen, kaufen auf jeden Fall besser saisonal und regional ein.


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