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Kampagne gegen Glyphosat

24.11.2015 19:56

"Wir lassen uns nicht weiter vergiften" - das ist der Tenor der Bio-Supermarktkette basic. Denn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hat die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen das Pestizid Glyphosat schon längst im Körper. Die Bio-Supermarktkette basic AG (München) trägt einen fundamentalen Beitrag zur Förderung der 1. Datenerhebung in Deutschland, bei der großräumig Urin-Proben auf Glyphosatrückstände untersucht werden. Der Sinn und Zweck liegt darin, eine Neuzulassung des höchstwahrscheinlich krebserregenden Pestizids (eine Zulassung ohne gesicherte Entscheidungsgrundlage) zu verhindern. Bereits seit dem 16.11. bis Mitte Dezember diesen Jahres, liegen in allen basic Bio-Supermärkten Testsets aus. Obwohl man auf seine Gesundheit achtet und Bio-Lebensmitteln zur Ernährung wählt, wird man zwangsläufig immer wieder Pestiziden wie beispielsweise Glyphosat hilflos ausgeliefert. Man kann nicht kontrollieren, welche Luft man einatmet oder durch welchen Regen man geht. "Wir werden in dem Thema Schutz unserer Gesundheit vor Pestizidbelastungen faktisch unmündig gehalten und das ist absolut inakzeptabel!“, betont S. Paulke (Vorstandsvorsitzender der basic AG). 2016 im Sommer soll über die Neuzulassung von Glyphosat entschieden werden. Bisher gibt es keine gesicherte Datengrundlage, in welchem Ausmaß die Bevölkerung bereits mit Glyphosatrückständen belastet sind. Damit das nicht so bleibt, hat sich die Bürgerinitiative Landwende im Rahmen der Kampagne" Ackergifte? Nein danke!" mit dem Bio-Unternehmen zusammen geschlossen, um die erste repräsentative Datenerhebung zur Glyphosat-Belastung in Deutschland zu erstellen. Deutschlandweit sollen hierfür mindestens 1000 Urin-Proben gesammelt werden. In allen basic Bio-Supermärkten liegen Testsets zur Mitnahme bereit, um den eigenen Urin auf Glyphosatrückstände untersuchen zu lassen. Jeder Teilnehmer muss die Probe an das Labor BioCheck in Leipzig schicken. Gegen einen Unkostenbeitrag (53,55 Euro) nimmt man an der Datenerhebung teil und erhält das Testergebnis mit der Post. So bringt man in Erfahrung ob man – unverschuldet – das Pestizid im Körper trägt und engagiert sich gleichzeitig gegen eine Neuzulassung. Das Resultat erster stichprobenartiger Tests war, dass mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland das Gift schon im Körper trägt. Unter dem Handelsnamen RoundUp wurde 1974 das Pestizid Glyphosat auf den Markt gebracht. Mittlerweile ist Glyphosat - der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln - von der WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft worden.

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