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Kann Kohle denn Bio sein?

07.12.2015 17:01

Das ist eine berächtigte Frage und warum ist man nicht schon viel eher auf diese Idee gekommen? Doch nun geht es um genau diese Biokohle, um ein sehr konkretes Projekt im Bioenergiepark Saerbeck, für das die Planungsausschuss-Mitglieder ihre Hände hoben.

Verlaufen die folgenden Gespräche zwischen dem Rathaus und der Firma "Brinkhege" (Osnabrücker Land)im Positiven, entsteht in Saerbeck eine Anlage, welche aus Gärresten der Biogasanlage, der Biomasse des Kompostwerks und den ohnehin im Bioenergiepark angelieferten Bioabfällen den letzten Rest an Energie raus holt.

Hydrothermale Carbonisierung - so nennt sich dieses Verfahren - ist das was in der Natur zig Millionen Jahre dauert. Hier jedoch passiert dies in den 6 vorgesehenen Autoklaven bei 200 Grad Hitze und 20 Bar Druck binnen weniger Stunden. Bioabfall wird zu brennbare Kohle - bis zu 20 000 Tonnen jährlich. Ebenso könnten problematische Plastikanteile aus den Biotonnen mit umgewandelt werden, erläutert P. Brinkhege bei seiner Präsentation.

Die Biokohle eigne sich hervorragend als Brennstoff beispielsweise für Zementwerke oder Stromkraftwerke. Der ökologische Nutzen - Ersatz anderer fossiler Brennstoffe durch Biokohle, sowie die Energienutzung, die zum größten Teil bei der Kompostierung einfach verpuffen würde.


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