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Mehr Bio-Mythen

17.03.2015 20:16

Dritter Mythos: Bio-Produkte sind ohne Zusatzstoffe! Auch das kann man nicht generell sagen. Denn laut EU-Verordnung gibt es knapp 50 Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe und Aromen die für BIO-Lebensmittel zugelassen sind.

Vierter Mythos: Bio ist immer regional und somit nachhaltig! Die Bio-Lebensmittel-Nachfrage wächst wesentlich rascher als die Zahl der Bio-Bauern oder die Größe der entsprechenden Anbaufläche. Aus diesem Grund werden große Mengen an Bio-Produkten importiert. So stammt ungefähr jede 3. Bio-Kartoffel aus dem Ausland. Bei Äpfeln, Gurken und Möhren ist es die Hälfte. Bei Tomaten und Paprika stammen mehr als 90% der verkauften Bio-Ware aus der ganzen Welt.

Fünfter Mythos: Bio-Erzeugnise haben weniger Kalorien! Das ist ein Trugschluß. Oft besteht der Denkfehler - Bio-Lebensmittel sind gesünder, also auch kalorienärmer. Jedoch gibt es auch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Kaloriengehalt und dem gesundheitlichen Nutzen eines Lebensmittels.

Sechster Mythos: Bio-Eier sind unbelastet Spätestens seit 2012 weiß man das es nicht so ist. Denn damals entdeckte man PCB und Dioxin in den Eiern. Diese Substanzen lagern sich im Boden sowie auf Futterpflanzen ab, weshalb selbst artgerecht gehaltene Hühner nicht vor deren Aufnahme sicher sind.

Siebter Mythos: Bio ist teurer Auch wenn der Mehraufwand für artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Anbauflächen vergleichsweise zur konventionellen Landwirtschaft zwischen 30-100 % beträgt, ist für den Kunden selten ein gravierender Preisunterschied spürbar.

Zu guter Schluss kann man festhalten, dass Bio-Lebensmittel nicht mehr oder weniger Vitamine enthalten als Konventionelle. Jedoch ist bei Obst und Gemüse die Pestizidbelastung geringer. Geht man davon aus, dass eine geringere Pestizidbelastung besser für den Organismus ist, könnte man behaupten, dass Bio-Produkte gesünder sind als konventionelle Lebensmittel.

Doch die Entscheidung für Bio-Produkte, hat nicht nur mit der Tatsache zu tun, sich gesünder ernähren zu wollen. Vielmehr möchte man eine artgerechte Tierhaltung, eine nachhaltige Produktion und eine faire Behandlung der Arbeiter unterstützen. Hier sollte man sich die Bio-Siegel und deren Bedingungen in Erinnerung rufen. Welches Siegel entspricht am ehesten den eigenen Vorstellung.

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