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"Nachhaltigkeitsblume" - auf der Grünen Woche

20.01.2016 18:25

"Was unser Essen wirklich kostet", das ist die neue Verbraucher-Kampagne, die auf der Grünen Woche von Nature & More sowie dem weltweiten Bio-Dachverband IFOAM vorgestellt wurde.

Den Initiatoren zufolge deckt die Kampagne die fehlende Transparenz bei Lebensmittelpreisen auf, indem sie die Kosten für Bio-Ware, konventionellen Produkten gegenüberstellt. Hierbei würde deutlich - Bio ist nicht zu teuer, sondern konventionell zu billig.

So funktioniert es! Verbraucher können auf natureandmore.de den wirklichen Lebensmittelpreis berechnen. Dabei findet auch der Mehraufwand der Bio-Lebensmittel eine Berücksichtigung, wie etwa der Schutz der Ressourcen oder der verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Umwelt. Wie groß der Unterschied wahrhaftig ist, veranschaulicht die "Nachhaltigkeitsblume".

Schäden in Milliardenhöhe werden durch die Übernutzung der Böden, die Verschmutzung der Gewässer, der Verlust an Artenvielfalt und deren Auswirkungen auf das Klima verursacht. Fest steht, wenn die Preise für unsere Lebensmittel der Wahrheit entsprechen würden, dann würden konventionelle Lebensmittel deutlich mehr als Bio-Lebensmittel kosten. Daher sagt der Initiator V. Engelsman (Eosta) auf der Grünen Woche ganz unverblümt, dass es für die Biobranche an der Zeit sei, in die Offensive zu gehen. Denn Nahrungsmittel seien billig wie nie zuvor.

Desweiteren beleuchtet der Direktor von IFOAM – Organics International die globale Realität der fehlenden Internalisierung der Kosten und stellt die Frage: "Wer will denn, dass der Staat mit Nitrat belastetes Trinkwasser reinigen muss, dass Menschen in der Landwirtschaft verarmen, dass Tiere in Tierfabriken leiden und wer will denn ein Artensterben? Statt Steuerzahler, Bauern oder die Umwelt zur Kasse zu bitten, brauchen wir eine konsequente Anwendung des Verursacherprinzips."

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