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Pelz - echt oder kunst?

29.01.2016 18:31

Winterjacken mit Pelzkragen und Mützen mit Bommel liegen voll im Trend. Da die wenigsten jedoch einen echten Pelz wollen, verwenden die Hersteller Kunstpelz – angeblich. Nun hat Stiftung Warentest herausgefunden, das oftmals den Kunden Echtpelz untergejubelt wird.

Also es ist paradox - Pelz ist "In", doch Echtpelz möchte niemand tragen. Wohl deshalb, weil man es nicht mehr einfach hin nimmt, dass Tiere dafür leiden und sterben müssen. Kein Problem für die Hersteller - sie verzieren Jacken/Mützen mit Kunstpelz, der aus Synthetik-Fasern produziert wird. So steht es zumindest auf dem Etikett.

Nun hat Stifung Warentest Einkaufs-Stichproben gemacht und 5 Textilien mit angeblichem Kunstpelz getestet – fünfmal sind sie dabei auf echtes Fell gestoßen. Hintergrund - das Fell von Marderhunden (China) ist oft billiger als Kunstpelz. Laut einer EU-Verordnung sind die Hersteller zwar verpflichtet, bei echtem Fell die Kleidung mit dem Hinweis "enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs" zu versehen. Eine falsche Deklarierung zieht allerdings keine Bußgelder nach sich, deshalb sind falsche Kennzeichnungen häufig.

Stiftung Warentest befragte zahlreiche Modemarken, ob sie Echtfell benutzen – eine Antwort gab es selten. Ebenso kam von den Herstellern der untersuchten Textilien wenig Reaktionen. Wer diesen fragwürdigen Pelz-Trend mitmachen möchte, richtet mit Kunstpelz natürlich weniger Schaden als mit Echtpelz an. Da man sich offensichtlich auf die Aussagen der Hersteller sowie Kennzeichungen der Kleidung nicht verlassen kann, sollte man sich beim Kauf von "Pelz" Produkten selbst vergewissern, ob es sich wirklich um Kunstpelz handelt. Auf der Homepage von Stiftung Warentest zeigt ein Video wie das geht.


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