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Schwein im Schokopudding-doch von Kakao keine Spur

25.01.2016 16:40

Auf den 1. Blick ist der Preiskampf der Discounter etwas Gutes für die Verbraucher, denn dadurch wird alles ziemlich preiswert. Doch auf der Kehrseite stehen die Produkte, mit denen etwas nicht stimmt.

Zumindest berichtet darüber die TV-Dokumentation "Alle gegen Aldi". Sie präsentiert eine Gegenüberstellung der 4 großen Discounter Aldi, Lidl, Penny sowie Metro. Logischerweise geht es in dem TV-Verbraucherbeitrag erst einmal um die Preise, die die Kunden zahlen müssen.

Doch wo liegt der wahre Preis für einen Schoko-Pudding, der für nur "neunzehn" Cent im Kühlregal steht? Das ZDF hat genau recherchiert und überprüfte die 4 Discounter in Bezug auf den Preis, der Fairness, der Qualität, dem Geschmack sowie der Ehrlichkeit. Einige Ergebnisse sind herausragend.

So wurde beispielsweise beim Lachsfilet von Netto durch einen Lebensmittelchemiker eine überhöhte Zahl von Keimen festgestellt. In manchen Produkten von Penny und Aldi Nord wurden auch Fadenwürmer gefunden und sind daher für den Rohverzehr nicht geeignet. Beim Lidl-Lachs gab es keine Beanstandungen. Natürlich können einzelne Chargen mal besser oder schlechter sein, was es also schwer macht, dies einem Discounter vorzuwerfen. Generell ist aber billiger Fisch aus Nachhaltigkeitsgründen nicht zu empfehlen, da er oftmals mit zerstörerischen Methoden gefangen wird und dazu verführt, mehr zu konsumieren als man benötigt.

Normalerweise besteht ein Schokopudding aus gekochter Milch, Zucker und Kakao. Deshalb finden es wohl nicht nur Vegetarier eklig, dass in allen 4 Schoko-Puddings laut ZDF, Schweine-Gelatine enthalten ist. Die wird benötigt, damit der Sahne-Pudding in seinem Plastikbecher möglichst lange seine unnatürliche Form beibehält. Ebenso Interessant ist es, dass der gesetzlich vorgeschriebene Kakao-Anteil bei einem "Schoko-Pudding" bei einem Prozent der Füllmenge liegt - also 1 gr. Kakao für 100 Gramm Pudding. Immerhin - Aldi (1,2%), Netto und Penny (1,4%) rühren ein bisschen mehr Schokolade in den Pudding als vorgeschrieben. Doch das Problem ist wesentlich umfangreicher, da bei diesen Billigst-Produkten keine Bio-Zutaten benutzt werden, stehen die Chancen also gut, mit dem Pudding auch Pestizid- oder Antibiotikarückstände mit zu essen. Nicht neu ist außerdem, dass die Discounter die Milchpreise drücken – deshalb stammt die Milch für solche Puddings preisbedingt mit sehr hoher Wahrscheinlich aus industrieller Massentierhaltung. Auch Fair-Trade-Schokolade und ein 19-Cent-Pudding passen nicht zueinander.

Olivenöl ist ein weiteres beliebtes Produkt. Die Doku ließ auch 16 Discounter-Öle überprüfen und in den Tests wurden Qualitätsmängel festgestellt. Die Tester beschrieben den Geschmack als "mies, ranzig, alt".


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