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"Sei ein Becherheld"

03.09.2015 18:10

"Sei ein Becherheld"!!!In Deutschland gehen stündlich knapp 320.000 Einweg-Becher über den Ladentisch – und lassen rießige Müllberge zurück. Aus gegebenem Anlass hat deshalb die Deutsche Umwelthilfe eine Kampagne gegen diesen Irrsinn gestartet und verlangt eine Abgabe von 20 Cent je Becher.

"Sei ein Becherheld!" - fordert die DUH die Verbraucher auf. Was im Klartext bedeutet, sich seinen Coffee-To-Go in Mehrweg- anstatt Einwegbecher füllen zu lassen. Ziel der Kampagne ist es, die Menge an Einwegbechern zu verringern. Denn diese Papp- oder Plastikbecher, die nur wenige Minuten nach dem Kauf im Müll landen, verschwenden enorme Mengen an Ressourcen und produzieren unnötige Müllberge.

"Coffee to go-Becher sind ein wahrer Fluch für die Umwelt", so der DUH-Geschäftsführer Resch. "In Deutschland werden pro Jahr 2,8 Milliarden von ihnen verbraucht. Für ihre Herstellung sind 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser, 11.000 Tonnen Kunststoff und eine Energiemenge notwendig, mit der sich eine Kleinstadt ein Jahr lang versorgen ließe. Diese Probleme dürfen wir nicht länger ignorieren."

Aktuell sind die Einwegbecher gratis – und so die Hemmschwelle, einen Kaffee im Pappbecher mitzunehmen, ist deshalb niedrig. Die DUH ist sich sicher, dass weniger davon gekauft würden, wenn man dafür zahlen müssten. Deshalb erachtet der Umweltverband eine Abgabe von 20 Cent je Becher für Sinnvoll. "Die Abgabe auf Plastiktüten hat bewiesen, dass Verbraucher reagieren, wenn sie für Einwegartikel etwas bezahlen müssen", so der Umeltverband, und setzt noch eins drauf: "Eine Abgabe auf Coffee to go-Becher ist längst überfällig."

Ein DUH beauftragtes Gutachten belegt, dass solch eine Verbrauchssteuer auf Landesebene rechtlich ohne Probleme machbar wäre. Außerdem will sich der Verband dafür stark machen, dass große Kaffee-Ketten Mehrwegbechersysteme ins Angebot aufnehmen. Desweiteren müßte die Möglichkeit, sich seinen Kaffee in einen mitgebrachten Becher einfüllen zu lassen, publik gemacht werden.

Neu ist die Thematik nicht - bereits im Mai schlugen Politiker in Berlin eine Steuer auf Papp-Kaffeebecher vor. Schon damals befürwortete die DUH diesen Vorstoß – jetzt wird sie selbst aktiv. Nähere Infos sind unter www.duh.de/becherheld zu finden.


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