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Superfood - voll im Trend

29.05.2015 16:29

Groß angepriesen werden sie in Reformhäusern und Co., in den sozialen Netzwerken werden sie gefeiert - die sogenannten Superfoods.

Voll im Trend liegen Matcha-Tee, Chia-Samen und Goji-Beeren. Aber auch Klassiker wie Grünkohl, Kürbis, usw. stehen bei ernährungsbewussten Köchen hoch im Kurs. Doch sind die Wunder-Lebensmittel wirklich so gesund?

Die Superfoods haben ihren Namen aus den USA und stehen für natürliche, nicht industriell hergestellte Nahrungsmittelmittel. Aufgrund ihres hohen Anteils an Vitaminen, Enzymen, Aminosäuren, Mineralstoffen, Proteinen und Antioxidantien sind sie so unglaublich gesund.

Bisher gibt es noch keine offizielle Definition für den Begriff "Superfood". Trotzdem werden eine Menge von Gemüse-, Obst- und Beerensorten in Werbung oder Medien ständig als Superfoods bezeichnet. Superfoods sind alle gesund. Doch sind sie wirklich besser als die gängigen Obst- und Gemüsesorten? Sagen sie Krankheitssymptomen wirkungsvoller den Kampf an? Helfen sie beim abnehmen? Oder sind Superfoods schlicht weg nur teurer als "herkömmliche“ Lebensmittel? Eher kritisch sieht H. Seitz vom aid Infodienst (Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.) den Trend: „Es gibt eigentlich keine Superfoods. Natürlich gibt es Nahrungsmittel, die eine höhere Nährstoffdichte oder mehr sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten.“ Trotzdem sollte man sich nicht allein auf diese Lebensmittel verlassen. „Es könnte auch schwierig werden, wenn man sich im Frühjahr nur von Grünkohl und Heidelbeeren ernähren möchte“, erklärt der Ernährungswissenschaftler. „Man kann so viel Chlorella essen, wie man möchte, wenn man dafür kein Brot zu sich nimmt, ist es auch nicht gut.“ Ebenfalls könnte man die teuren Goji-Beeren ruhig gegen schwarze Johannesbeeren tauschen. Die Johannesbeeren haben sogar mehr Vitamin C - nur sind sie gerade nicht so hipp. Selbstverständlich sei Weizengras ziemlich gesund. Aber warum sollte man ein getrocknetes Pulver essen, wenn man auch in einen frischen Apfel beißen kann? Die Vielfalt macht eben eine gesunde Ernährung aus.


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