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Trendwende - mehr Bio auf dem Acker

15.01.2016 14:42

Auf Deutschlands Feldern gibt es wieder mehr Bio. Zumindest stellten im letzten Jahr deutlich mehr Landwirte auf Bio um, als im Jahr davor. Doch ist das eine Trendwende?

Der Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft betont, das es ist eine eindeutige Trendwende sei. Denn nach jahrelanger Stagnation hätten 2015, 5-10 mal mehr Bauern auf Bio umgestellt als im Vorjahr.

666 Bauern hatten 2014 ihren Betrieb von konventionell auf Bio umgestellt, das hatte einer Wachstumsrate von rund 3% entsprochen und die Anzahl der deutschen Bio-Betriebe auf 23.937 erhöht. Somit bewirtschaften sie knapp 6% der gesamten Ackerfläche. Für 2015 will der BÖLW im Februar konkrete Zahlen veröffentlichen.

Gründe für den Zuwachs sind unter anderem die Förderzusagen der Politik, längerfristige Verträge mit dem Handel sowie der momentan gute Verkaufspreise für Bio-Produkte. Allerdings mahnt der BÖLW davor, dass in einigen Bundesländern die Fördergelder ausgehen und ruft zu Gegenmaßnahmen auf.

Nimmt man zum Beispiel die Milch, mit ihr lässt sich prima belegen, wie hilfreich ein Bio-Siegel für die wirtschaftliche Sicherheit eines Bauernhofes sein kann. Jedes Siegel, welches die Kundenbindung stärkt und dazu führt, dass die Milch nicht "anonym" verkauft wird (zu einem am Weltmarkt orientierten Dumpingpreis) führt dazu, dass Bauern, die tiergerechter arbeiten, eine Chance haben. So machte die Milchkrise im letzten Jahr der Bio-Milch – anders als in vorherigen Krisenzeiten – aufgrund der hohen Nachfrage den Abwärtstrend der Milchpreise nicht mit.

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