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"Turbokühe" - die Milchmaschine

21.07.2015 18:02

Das Leiden der Turbo-Kühe in Deutschland - für billige Milch verheizt.

Grüne saftige Wiesen mit freilaufenden Kühen – mit solch einem Bild wirbt die Milchwirtschaft gerne. Die Reportage "Verheizt für billige Milch" (ausgestrahlt am Mo, 20.07 um 21:50 Uhr in der ARD) zeigt, dass die Realität eine ganz andere ist.

Eine Kuh gibt eigentlich wieviel Milch? Ganz logisch - so viel wie ihr Kalb zum Leben benötigt. Das sind ungefähr 8 Liter pro Tag. Allerdings bringen in der heutigen industriellen Milchgewinnung, zweckmäßig gezüchtete Hochleistungsrassen eine "Milchleistung" von knapp 50 l pro Tag (lt. Albert Schweitzer Stiftung). Ein rießen Erfolg für die industrielle Milchwirtschaft, so kann sie Milch zu Dumpingpreisen auf den Markt bringen. Die Verlierer sind die Kühe.

Der ARD-Doku zufolge wird jährlich knapp ein Viertel des kompletten deutschen Bestandes zum Schlachter gebracht, da die Kühe krank sind. Tierärzte diagnostizieren immer mehr Krankheiten bei den Tieren, unter anderem sind sie nicht mehr leistungsfähig und/oder ausgepowert. Inzwischen sprechen Veterinäre in diesem Zusammenhang von "Qualzucht". Die "Turbokühe" müssten Leistungen erbringen, die sie auf Dauer unmöglich durchhalten könnten. Die Reportage deckt das ganze Ausmaß des Leidens in deutschen Kuhställen auf. Jetz kann sich jeder die Frage, wer zahlt den Preis für die billige Milch, selbst beantworten.


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