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Verbot von Plastikpartikeln in Kosmetika

13.10.2015 16:29

Kalifornien führt ein Verbot für Plastikpartikel in Kosmetikprodukten ein! Zahlreiche Produzenten von Kosmetikartikeln nutzen diese Microbeads. Diese Plastik-Mikrokügelchen sind z.B. in Zahncreme, bei Seife sowie bei einigen Hautpflegeprodukten zu finden. Diverse Hersteller haben sogar die Werbetrommel gerührt, in denen sie speziell auf die einzigartige Wirkung der Kügelchen hingewiesen haben.

Bei Umweltschützern jedoch, hält sich die Begeisterung über diese Microbeads sehr in Grenzen. Hinterrund - diese kleinsten Plastikpartikel landen natürlich auch im Abwasser. Oftmals haben Kläranlagen ein Probleme damit sie herauszufiltern, so dass die Kügelchen in Flüsse sowie Gewässer gelangen. Dort können sie dann enormen Schaden anrichten – indem sie z.B. von Tieren gefressen werden.

Daher müssen in Zukunft Kosmetikprodukte in Kalifornien ohne Microbeads auskommen. Die Ausmaße des Problems werden deutlich, wenn man sich einmal folgende Zahlen auf der Zunge zergehen lässt - jeden Tag geraten, nur in USA 800 Billionen dieser winzigen Plastikpartikel ins Abwasser. Kalifornien ist nicht der erste US-Bundesstaat, der dieses Verbot beschlossen hat. Allerdings ist er der mit Abstand bevölkerungsreichste. Deshalb hoffen Umweltschützer, dass nun eine kritische Verbraucheranzahl erreicht wurde und die Hersteller generell auf den Zusatz der Microbeads verzichten. Hinzu kommt, dass das kalifornische Gesetz keinerlei Schlupflöcher enthält.

Ebenso ist der Einsatz von biologisch abbaubaren Plastikpartikeln nicht zulässig. Bisher gibt es diese zwar noch nicht, doch bei ähnlichen Verboten (Plastiktüten) wurde versucht, diese zu umgehen, indem man vermeintlich umweltfreundliche Alternativen auf den Markt brachte. "Biologisch abbaubar" ist jedoch ein Begriff, der unterschiedlich ausgelegt werden kann. Deshalb will Kaliforniens Gouverneur J. Brown von vorneherein keine Diskussionen aufkommen lassen.

Jeder, der von sich aus auf Mikropartikel verzichten will, kann dies mit Hilfe der "Beat the Microbead" App tun. Hier wird der Barcode eines Produkts analysiert und informiert dann darüber, ob Microbeads enthalten sind.

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